Tagebucheintrag · 08. August 2026

Hoffen auf eine kleine Besserung

Nach der Kontrolle am Freitag fuhren wir mit einem kleinen Funken Hoffnung nach Hause. Die Tierärzte entschieden, die bisherigen Medikamente zunächst weiterzugeben. Schmerzmittel und Medikamente zur Entspannung sollten Silva helfen, damit sich alles beruhigen konnte.
Wir wollten so gerne daran glauben.
Doch schon im Laufe des Tages merkten wir, dass es ihr weiterhin schwerfiel, Wasser zu lassen. Immer wieder ging sie in den Garten, setzte sich hin und versuchte es. Doch es kamen nur wenige Tropfen. Mit jedem Versuch machte sie einen kleinen Katzenbuckel, als würde sie versuchen, ihren Körper dazu zu bringen, etwas zu tun, was einfach nicht mehr funktionierte.
Es tat weh, ihr dabei zuzusehen. Man fühlt sich so hilflos, wenn man weiß, dass jemand Schmerzen hat und man selbst nichts dagegen tun kann.
Am Abend schenkte uns Silva trotzdem noch einen kleinen Moment zum Lächeln. Nachdem wir sie für die Nacht versorgt hatten, machte sie plötzlich mitten im Schlafzimmer etwas, das aussah wie eine Yoga-Übung. Sie streckte die Vorderpfoten weit nach vorne, senkte den Kopf tief nach unten und ließ den Po in der Luft. Minutenlang blieb sie so stehen, als würde sie sich ausgiebig dehnen.
Wir mussten tatsächlich kurz lachen.
Wie oft hat sie es in den letzten Tagen geschafft, uns trotz aller Sorgen noch ein kleines Lächeln ins Gesicht zu zaubern?
Mit dieser Mischung aus Hoffnung und Unsicherheit gingen wir schlafen – in der Hoffnung, dass der Termin am nächsten Morgen endlich eine positive Wendung bringen würde.

Hat dich dieser Tag berührt?

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