Tagebucheintrag · 30. Juli 2026

Zwischen Hoffnung und Sorge

Nach der Entlassung aus der Tierklinik begann für Silva die Zeit der Erholung. Langsam kehrte etwas Ruhe ein. Doch der Weg der Heilung verlief anders, als wir es uns erhofft hatten.

Am Dienstagmittag durften wir Silva endlich wieder mit nach Hause nehmen. Nach den vergangenen Tagen in der Tierklinik war das ein ganz besonderer Moment. Endlich war unsere kleine Kämpferin wieder dort, wo sie hingehörte – bei uns.
Die ersten Stunden verbrachte sie überwiegend schlafend. Immer wieder suchte sie sich ein ruhiges Plätzchen, beobachtete kurz ihre Umgebung und schlief anschließend weiter. Ihr Körper brauchte jede Minute Ruhe, um die große Operation zu verarbeiten.
Am Mittwoch ging es ihr vorsichtig etwas besser. Sie stand zwischendurch auf, lief ein paar Schritte und verbrachte einige Zeit mit uns draußen auf der Gartenlounge. Noch war sie sehr erschöpft, aber wir hatten das Gefühl, dass sie sich langsam von der Operation erholte.
Am Donnerstagmorgen wurde schließlich der Blasenkatheter entfernt. Wir hofften sehr, dass nun der nächste Schritt der Heilung beginnen würde.
Im Laufe des Tages machte Silva nur selten Anzeichen, dass sie Wasser lassen musste. Vielleicht ein- oder zweimal hockte sie sich hin, doch es kam kein Urin. Da der Katheter erst wenige Stunden zuvor entfernt worden war, gingen wir zunächst davon aus, dass die Harnröhre noch gereizt oder geschwollen war.
Was uns allerdings auffiel, war etwas anderes. Am späten Nachmittag lief Silva nur noch zwei oder drei Schritte und setzte sich anschließend wieder hin. Es wirkte, als würden ihr die Bewegungen Schmerzen bereiten.
Wir nahmen deshalb Kontakt zur Tierklinik und zu unserer Haustierärztin auf. Nach Rücksprache bekam Silva zusätzlich Novalgin gegen die Schmerzen. Da sie außerdem kaum noch selbst trank, gaben wir ihr über den Tag verteilt immer wieder vorsichtig kleine Mengen Wasser mit einer Spritze, damit sie genügend Flüssigkeit bekam.
Ansonsten verlief der Abend ruhig. Auch die Nacht von Donnerstag auf Freitag war überraschend entspannt. Mit ihrem Body und der Windel schlief Silva bei uns und wir hofften, dass sie sich bis zum nächsten Morgen weiter erholen würde.
Zu diesem Zeitpunkt konnten wir nicht ahnen, dass uns der nächste Tag erneut vor eine große Herausforderung stellen würde.

Bilder dieses Tages

Trotz aller Müdigkeit sucht Silva immer wieder unsere Nähe. Wir hofften von Herzen, dass ihr Körper nun langsam den Weg zurück in ein normales Hundeleben finden würde.
Nach der Rückkehr nach Hause schläft Silva erschöpft auf der Gartenlounge. Die vergangenen Tage haben viel Kraft gekostet.

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