Tagebucheintrag · 03. Oktober 2026

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Und warum darf ich da nicht mitspielen?

Heute war einer dieser Tage, an denen einfach alles gepasst hat.
Die Sonne schien, unser Enkel war zu Besuch und wir machten uns gemeinsam auf den Weg. Natürlich durfte ich wieder über die Feldwege flitzen. Frauchen und Herrchen nennen mich inzwischen manchmal ihre kleine Speedy-Maus. Ehrlich gesagt gefällt mir dieser Name ganz gut. 🤭
Unterwegs kamen wir auch an der Rur vorbei. Ich musste natürlich erst einmal alles ganz genau beschnuppern. Das Wasser sah zwar interessant aus... aber dann kam ich etwas näher.
Kalt... nass...
Nee. Heute lieber nicht.
Ich blieb also mit allen vier Pfoten lieber an Land und beobachtete das Ganze aus sicherer Entfernung.
Unser nächster Halt war ein Spielplatz.
Und dort wurde es richtig spannend.
Kinder rannten lachend über den Sand, rutschten um die Wette und tobten durch die Gegend. Ich setzte mich ganz brav neben Frauchen und Herrchen und beobachtete alles ganz aufmerksam.
Ganz ehrlich?
Ich hätte da schon gerne mitgemacht.
Mein Blick sagte wahrscheinlich mehr als tausend Worte.
„Warum dürfen die da spielen... und ich nicht?“
Zum Glück kamen viele Kinder zu mir. Fast jedes fragte erst ganz lieb:
„Darf ich den Hund streicheln?“
Natürlich durfte ich ganz viele Streicheleinheiten einsammeln. Das fand ich mindestens genauso schön.
Nach dem Spielplatz machten wir noch einen Abstecher ins Restaurant.
Dort wartete schon die nächste kleine Übung auf mich.
Ich sollte im Platz bleiben, obwohl ständig Kellner und Gäste an unserem Tisch vorbeigingen. Das war gar nicht so einfach.
Aber weißt du was?
Ich habe das richtig gut gemacht.
Nicht perfekt...
...aber bestimmt zu 80 Prozent.
Frauchen und Herrchen waren jedenfalls ziemlich stolz auf mich.
Natürlich wanderte mein Blick immer wieder nach oben.
Auf den Tellern sah das alles schon ziemlich lecker aus.
Ich dachte mir nur:
„Vielleicht fällt ja heute ganz zufällig ein kleines Stückchen herunter..." 😇
Frauchen und Herrchen müssen dann immer ein bisschen schmunzeln. Ich schaue nämlich grundsätzlich ganz interessiert zu, wenn irgendwo gegessen wird. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich jedes Mal etwas bekomme. Meistens bleibe ich leer aus – und das ist auch völlig in Ordnung.
Ab und zu, wenn es etwas gibt, das ich gut vertrage, bekomme ich ein kleines Stück Fleisch. Aber heute war das keine gute Idee. Mein Bauch war in den letzten Tagen etwas empfindlich, deshalb blieb mein Napf heute spannender als die Teller auf dem Tisch.
Und weißt du was?
Das war überhaupt nicht schlimm.
Denn ich durfte den ganzen Tag dabei sein.
Ich durfte über die Felder flitzen, den Kindern beim Spielen zuschauen, ganz viele Streicheleinheiten sammeln und anschließend sogar mit ins Restaurant.
Wenn ich heute an diesen Tag zurückdenke, dann erinnere ich mich nicht daran, dass ich nichts vom Tisch bekommen habe.
Ich erinnere mich daran, wie schön es ist, einfach überall mit dabei zu sein.
Und genau das ist für mich inzwischen das größte Geschenk. ❤️

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