Tagebucheintrag · 16. Oktober 2026
Aus Silvas Tagebuch · Ihre Geschichte von Anfang an kennenlernen →
Ein Bahnhof voller Monster und mein allerliebstes Frauchen ❤️🐾
Manchmal verstehe ich die Menschen wirklich nicht. Da verschwindet mein Frauchen morgens und kommt einfach nicht wieder. Jedenfalls nicht dann, wenn ich finde, dass es längst Zeit dafür wäre. Und gestern war so ein Tag.
Ich habe mitbekommen, dass bei uns gerade einiges los ist. Frauchens Tochter musste nach ihrer Operation innerhalb von nur zwei Tagen gleich zweimal zurück ins Krankenhaus, weil sie immer noch starke Schmerzen hatte. Und dann kam auch noch die Nachricht, dass unser kleiner Menschenjunge ebenfalls ins Krankenhaus musste. Ich glaube, mein Frauchen hätte diesen Tag am liebsten einfach übersprungen.
Aber irgendwann, als es draußen schon längst dunkel war, sagte Herrchen, dass wir Frauchen abholen fahren. Na endlich! Darauf hatte ich schließlich gewartet. Dass mich dabei allerdings ein ziemlich unheimliches Abenteuer erwarten würde, hatte mir vorher niemand gesagt.
Wir fuhren nämlich nicht einfach irgendwohin, sondern zu einem riesigen Gebäude, in dem es merkwürdig roch, fremde Menschen herumliefen und überall Geräusche waren, die ich überhaupt nicht einordnen konnte. Herrchen nannte diesen Ort Bahnhof.
Also, ich nenne ihn lieber Monsterhöhle!
Schon in der großen Halle war mir das Ganze nicht geheuer. Ich legte mich vorsichtshalber erst einmal hin und beschloss, dass ich hier eigentlich keinen Schritt weitergehen wollte. Herrchen fand wohl, dass wir trotzdem weiter mussten. Und dann kamen wir auch noch an einen Ort, an dem riesige, laute Dinger auf Schienen vorbeifuhren.
Züge, sagte Herrchen.
Ungeheuer, sage ich!
Ganz ehrlich, wenn ich gekonnt hätte, wäre ich am liebsten wieder umgedreht. Aber Herrchen blieb bei mir und wir warteten gemeinsam auf Frauchen.
Irgendwann saß ich da und beobachtete die vielen Menschen, die plötzlich aus einem dieser riesigen Dinger herauskamen. Einer nach dem anderen lief an mir vorbei. Ich schaute ganz genau hin.
Ist das Frauchen? Nein. Vielleicht die da? Auch nicht. Mensch, wo bleibt sie denn nur?
Und dann … plötzlich … DA WAR SIE! ❤️
MEIN FRAUCHEN!
Vergesst die Monster, vergesst die fremden Menschen und diese komischen Züge! Ich musste sofort zu ihr! Ich sprang hoch, hüpfte von links nach rechts und wedelte nicht nur mit meinem Schwanz, sondern gleich mit meinem ganzen Körper. Ich wusste überhaupt nicht, wohin mit meiner Freude. Hauptsache, Frauchen war endlich wieder da!
Und wehe, sie wäre jetzt noch einmal ohne mich verschwunden! 🤣
Als wir später zu Hause ankamen, dachte Frauchen wohl, sie könnte sich einfach gemütlich auf die Couch setzen und sich von diesem schrecklich langen Tag erholen.
Tja, falsch gedacht!
Kaum saß sie, lag mein halber Oberkörper schon auf ihren Oberschenkeln. Ich rückte so dicht an sie heran, wie es nur ging, und machte ziemlich deutlich, dass sie jetzt erst einmal mir gehörte.
Frauchen wollte vielleicht noch irgendetwas erledigen. Aber nicht mit mir! Ich hatte schließlich den halben Tag auf sie gewartet, eine Monsterhöhle überstanden und mich mit riesigen Eisenungeheuern auseinandersetzen müssen.
Da wird man doch wohl ein bisschen kuscheln dürfen! 🤪❤️
Ob Frauchen gemerkt hat, wie sehr ich sie vermisst habe? Ich glaube schon. Und vielleicht hat sie nach diesem schweren Tag genau das gebraucht: jemanden, der keine Fragen stellt, nichts erklärt haben möchte und einfach nur froh ist, dass sie wieder da ist.
Eure Silva 🐾❤️
P. S.: Falls Frauchen noch einmal so spät nach Hause kommt, darf Herrchen sie gerne wieder abholen. Aber könnten wir uns dann vielleicht an einem Ort treffen, an dem keine Monster auf Schienen wohnen? 🤣