Tagebucheintrag · 28. Oktober 2026
Aus Silvas Tagebuch · Ihre Geschichte von Anfang an kennenlernen →
Von Pfützen, kleinen Flummis und einem ungeplanten Besuch 🐾🤣
Also, liebe Leute, ich muss euch heute unbedingt etwas erzählen, denn mein Frauchen beobachtet mich in letzter Zeit offenbar mit ganz besonderem Interesse. Immer wieder stellt sie fest, dass ich bei unseren Spaziergängen inzwischen viel häufiger in ihrer Nähe bleibe und meinen Freilauf längst nicht mehr so ausgiebig nutze wie früher. Man könnte beinahe meinen, sie vermisst meine wilden fünf Minuten, bei denen ich wie ein kleiner Flummi durch die Gegend sausen kann. Dabei kann ich euch versichern, dass ich diese Fähigkeit keineswegs verloren habe. Ich setze sie nur mittlerweile etwas gezielter ein! 🤣
Heute Morgen waren wir wieder auf unseren vertrauten Feldwegen unterwegs. Es war ziemlich windig, und obwohl ich die Strecke inzwischen wirklich gut kenne, gab es natürlich trotzdem jede Menge zu untersuchen. Schließlich verändert sich die Welt da draußen ständig, und irgendjemand muss ja kontrollieren, ob über Nacht neue Gerüche hinzugekommen sind. Während Frauchen also gemütlich ihres Weges ging und mir dabei zusah, war ich mit meiner ganz persönlichen Feldwegkontrolle beschäftigt. Hier musste ein Grashalm genauer untersucht werden, dort gab es eine interessante Spur, und zwischendurch schaute ich natürlich immer wieder nach, wo Frauchen gerade steckte. Nicht, dass sie mir noch verloren geht!
Besonders spannend wurde es, als wir uns einer Stelle näherten, an der ich normalerweise gern einen kleinen Abstecher ins Feld mache. Frauchen kennt diese Ecke inzwischen ganz genau und wartete offenbar schon darauf, dass ich wieder meinen berühmten Flummianfall bekomme. Ich konnte förmlich sehen, wie gespannt sie war, ob ich gleich losflitzen würde. Nun ja, ich hätte ihr diesen Gefallen natürlich tun können, aber warum sollte ich immer dasselbe machen? Heute fand ich die andere Seite wesentlich interessanter, also änderte ich kurzerhand meine Richtung und widmete mich dort den wichtigen Dingen des Hundelebens. Frauchen nahm es mit Humor und stellte fest, dass ich heute wohl einfach andere Pläne hatte. Tja, liebe Menschen, ein bisschen Überraschung muss schließlich sein, sonst wird euch am Ende noch langweilig mit uns! 🤪
Während ich also meine Umgebung erkundete, nutzte Frauchen die Gelegenheit, zwischendurch meinen Rückruf zu üben. Irgendwann hörte ich ihr vertrautes „Silver, hier!“ und schaute erst einmal, was sie denn nun schon wieder von mir wollte. Da sie sich aber wirklich freute, als ich zu ihr zurückkam, und mich mit einem begeisterten „Super!“ begrüßte, hatte sich der kleine Abstecher zu ihr durchaus gelohnt. Kaum war die Übung beendet, durfte ich mit einem fröhlichen „Lauf!“ auch schon wieder weiterziehen. Ich finde, so lässt sich das doch wunderbar miteinander vereinbaren: Frauchen freut sich über meinen Rückruf, und ich darf anschließend wieder meiner Nase folgen. Man muss schließlich nicht aus jeder kleinen Übung eine große Angelegenheit machen.
Meine Nase hatte an diesem Morgen übrigens einiges zu tun, denn neben all den interessanten Gerüchen gab es auch noch Gras, das offenbar unbedingt probiert werden wollte. Frauchen konnte meine Begeisterung dafür nicht ganz nachvollziehen und versuchte mich immer wieder zum Weitergehen zu bewegen. Aber mal ehrlich, liebe Leute, wenn man schon mit vier Pfoten durch die Natur spaziert, sollte man doch wenigstens gelegentlich überprüfen dürfen, ob das Grünzeug noch genauso schmeckt wie beim letzten Mal. Und dann waren da natürlich noch die Pfützen! Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber einfach an so einer schönen Wasserstelle vorbeizulaufen, ohne sie wenigstens genauer unter die Lupe zu nehmen, wäre doch wirklich eine verpasste Gelegenheit. Frauchen schien darüber inzwischen nicht einmal mehr besonders überrascht zu sein. Wahrscheinlich hat sie längst eingesehen, dass Pfützen zu meinem persönlichen Spaziergangsprogramm gehören. 🐾
Was mich allerdings besonders gefreut hat, war das, was Frauchen während unseres Spaziergangs über mich erzählte. Sie sagte nämlich, wie fantastisch sie meine Entwicklung findet, und klang dabei richtig glücklich. Natürlich weiß ich nicht immer, warum meine Menschen über manche Dinge so begeistert sind, aber ich merke sehr wohl, wenn sie sich über mich freuen. Vielleicht liegt es daran, dass ich inzwischen viel gelassener auf unseren vertrauten Wegen unterwegs bin und nicht mehr ständig das Bedürfnis habe, möglichst weit vorauszulaufen. Ich genieße meine Freiheit, schnuppere hier und dort, flitze gelegentlich los und komme dann wieder in Frauchens Nähe zurück. Für mich fühlt sich das inzwischen ganz selbstverständlich an, aber für Frauchen scheint es etwas Besonderes zu sein. Und wenn ich sie damit so glücklich machen kann, dann ist das doch eigentlich eine ziemlich schöne Sache. ❤️
Nach unserem morgendlichen Ausflug war der Tag allerdings noch lange nicht vorbei, denn am Abend stand natürlich wieder eine Gassirunde auf dem Programm. Dabei trafen wir eine Nachbarin, die einige Fragen zum Nähen hatte. Nun müsst ihr wissen, dass mein Frauchen früher Schneiderin gelernt hat und sich mit solchen Dingen bestens auskennt. Während die beiden sich unterhielten, bekam ich mit, dass Frauchen später noch einmal vorbeikommen wollte, um ihr etwas zu zeigen. Ich fand das zunächst gar nicht schlecht, schließlich bedeutet ein zusätzlicher Besuch meistens auch zusätzliche Gelegenheiten, neue Dinge zu entdecken. Allerdings hatte ich die Rechnung ohne Frauchen gemacht, denn bevor es so weit war, musste ich erst einmal wieder unter die Dusche.
Ja, ihr habt richtig gelesen! Da hat man gerade seine abendliche Runde hinter sich gebracht, vielleicht noch den einen oder anderen besonders interessanten Geruch eingesammelt, und schon sind die Menschen der Meinung, dass man dringend gewaschen werden muss. Ich persönlich finde ja, dass ein Hund durchaus ein bisschen nach Abenteuer riechen darf, aber offenbar gehen unsere Vorstellungen von Körperpflege gelegentlich auseinander. Immerhin hatte die ganze Angelegenheit auch etwas Gutes, denn anschließend durfte ich tatsächlich mit zu unserer Nachbarin. Und dort gab es nicht nur Menschen, die sich über irgendwelche Nähfragen unterhielten, sondern auch noch einen anderen Hund. Na, wenn das mal keine erfreuliche Überraschung war! 🤣
Während Frauchen erklärte und zeigte, was beim Nähen zu beachten war, konnte ich mich in der ungewohnten Umgebung umsehen. Natürlich wurden bei dieser Gelegenheit auch ein paar Fotos gemacht, und auf einem davon sitzen wir beiden Hunde sogar nebeneinander und schauen aufmerksam in die Kamera. Ich frage mich ja manchmal, warum Menschen bei solchen Gelegenheiten unbedingt ihre Handys hervorholen müssen. Kaum sitzt man einmal einigermaßen ordentlich da, wird schon fotografiert! Andererseits muss ich zugeben, dass die Bilder wirklich schön geworden sind, und wenn Frauchen sich später darüber freut, habe ich natürlich nichts dagegen, gelegentlich als Fotomodell zur Verfügung zu stehen. ❤️🐾
Besonders interessant fand ich allerdings, dass es bei unserer Nachbarin nicht nur einen anderen Hund, sondern auch dessen Futter gab. Und was soll ich sagen? Das musste ich natürlich probieren! Schließlich kann man als verantwortungsbewusste Hundedame nicht einfach an einem fremden Futternapf vorbeigehen, ohne sich persönlich von dessen Inhalt zu überzeugen. 🤣 Offenbar war das Futter durchaus nach meinem Geschmack, denn ich habe es mir schmecken lassen. Irgendwann wurde ich allerdings ein bisschen unruhig und wollte wieder nach Hause. Nicht etwa, weil mir der Besuch nicht gefallen hätte, ganz im Gegenteil! Aber mir fiel plötzlich ein, dass zu Hause ja noch mein eigenes Abendessen auf mich wartete. Und zwar Frischfutter! Da hört bei mir der Spaß dann doch langsam auf. So nett ein Besuch auch sein mag, man sollte schließlich seine Prioritäten kennen. Erst den fremden Napf ausprobieren und anschließend pünktlich zum eigenen Abendessen nach Hause kommen – ich finde, das ist eine ausgesprochen vernünftige Tagesplanung! 🤪❤️
So wurde aus einem eigentlich ganz gewöhnlichen Mittwoch ein Tag, an dem wieder einiges zusammenkam. Morgens durfte ich unsere vertrauten Feldwege erkunden, zwischendurch ein bisschen flitzen, meinen Rückruf üben und mich ausgiebig mit Gras und Pfützen beschäftigen. Am Abend folgten dann noch eine Gassirunde, meine wenig geliebte Dusche und ein ungeplanter Besuch bei unserer Nachbarin, bei dem Frauchen ihre Schneiderkenntnisse weitergeben konnte und ich ganz nebenbei noch eine Hundebegegnung hatte.
Wenn ich allerdings an diesen Tag zurückdenke, muss ich vor allem über Frauchens Begeisterung schmunzeln. Sie freut sich inzwischen schon darüber, dass ich beim Spaziergang öfter in ihrer Nähe bleibe, meine Rute entspannt trage und mich auf unseren bekannten Wegen offenbar immer wohler fühle. Für mich ist das einfach mein Alltag, aber vielleicht ist genau das ja das Schöne daran. Wir beide lernen immer noch voneinander, entdecken gemeinsam neue Dinge und merken manchmal erst hinterher, wie viel sich in den vergangenen Monaten verändert hat.
Und falls Frauchen jetzt glaubt, dass aus mir mit meinem ersten Geburtstag gestern plötzlich eine ausgesprochen vernünftige Hundedame geworden ist, muss ich sie leider enttäuschen. Nur weil ich inzwischen häufiger gemütlich neben ihr herlaufe, bedeutet das noch lange nicht, dass meine wilden fünf Minuten der Vergangenheit angehören. Die kommen ganz bestimmt wieder, wahrscheinlich genau dann, wenn sie am wenigsten damit rechnet. Schließlich wäre das Leben doch nur halb so lustig, wenn ich immer genau das machen würde, was meine Menschen erwarten! 🤣❤️
Eure Silva 🐾❤️
P. S.: Liebe Frauchen, falls du beim nächsten Spaziergang wieder gespannt darauf wartest, dass ich an meiner Lieblingsstelle ins Feld flitze, solltest du vielleicht lieber beide Seiten im Auge behalten. Ich entscheide nämlich weiterhin ganz spontan, wo es langgeht. Und falls unterwegs eine besonders schöne Pfütze auf mich wartet, hat die selbstverständlich Vorrang! 🤪🐾