Tagebucheintrag · 19. August 2026

Heute hat Silva uns wieder gezeigt, dass sie auf dem besten Weg zurück ins Leben ist.

Es gibt Tage, an denen man gar nicht genau sagen kann, warum man abends mit einem Lächeln ins Bett geht. Heute war genau so ein Tag.

Seit gestern merken wir deutlich, wie viel Energie wieder in unserer kleinen Kämpferin steckt. Man könnte fast meinen, sie hätte beschlossen, alles nachzuholen, was sie in den letzten Wochen verpasst hat.

Sobald sich heute die Terrassentür öffnete, war Silva kaum noch zu bremsen. Weil ihre Operationswunden noch heilen müssen, beschränken sich unsere "Gassirunden" weiterhin auf den Garten. Dort darf sie sich zwar bewegen, trotzdem müssen wir ständig darauf achten, dass sie sich nicht übernimmt.

Das sieht Silva allerdings ein wenig anders.

Mit leuchtenden Augen flitzt sie los, schlägt Haken, dreht sich noch einmal um und scheint sich jedes Mal darüber zu freuen, wenn sie ein kleines Stück schneller ist als wir. Und kaum haben wir sie eingeholt, wirft sie sich auch schon auf den Rücken, streckt alle vier Pfoten in die Luft und fordert ihre wohlverdiente Bauchmassage ein. Wer könnte da schon Nein sagen?

Auch im Haus merkt man, dass unsere alte Silva langsam zurückkehrt. Heute hat sie das Grundstück wieder aufmerksam beobachtet. Sobald draußen jemand am Garten vorbeiging, wurde erst aufmerksam geschaut, dann vorsichtig geknurrt und manchmal sogar gebellt. Als später die Haustürklingel ertönte, sprang sie sofort auf und lief bellend zur Haustür, genau wie vor ihren Operationen.

Für viele wäre das wahrscheinlich nur ein Hund, der seine Aufgabe erfüllt.

Für uns war es ein wunderschöner Moment.

Denn all diese kleinen Dinge hatten wir in den vergangenen Wochen vermisst.

Mindestens genauso schön war allerdings der Moment, als ich mich an den Laptop setzte, um an Silvas Webseite weiterzuarbeiten. Natürlich dauerte es keine zwei Minuten, bis Madame beschloss, dass sie mich dabei nicht alleine lassen konnte. Sie legte sich dicht neben mich, kuschelte sich an und beobachtete ganz genau, was ich dort eigentlich tat.

Das hielt allerdings nur so lange an, bis ihr langweilig wurde.

Plötzlich schob sie ihren Kopf unter das Laptopkissen und hob ihn mit voller Überzeugung nach oben. Mein Laptop machte einen ordentlichen Satz zur Seite, während Silva mich mit diesem typischen Blick ansah, der wohl sagen sollte: "Jetzt reicht die Arbeit. Ich finde, du solltest dich lieber mit mir beschäftigen."

Ich musste so lachen, dass an konzentriertes Arbeiten erst einmal nicht mehr zu denken war.

Genau solche Momente sind es, die uns im Augenblick am meisten bedeuten.

Natürlich wissen wir, dass wir weiterhin vorsichtig sein müssen. Die Fäden sind noch nicht gezogen, die Wunden brauchen Zeit und wir müssen sie immer wieder davon abhalten, an der Operationsstelle zu lecken oder sich mit ihrem Po über den Rasen zu schieben.

Aber mit jedem Tag zeigt Silva ein kleines Stück mehr von der fröhlichen, neugierigen und manchmal auch herrlich frechen Hündin, die sie eigentlich ist.

Und genau diese Silva möchten wir bald wieder ohne Einschränkungen durch Wiesen und Wälder rennen sehen.

Bis dahin genießen wir jeden einzelnen dieser kleinen, wunderschönen Momente.

❤️🐾

Bilder dieses Tages

Hauptberuf: Persönliche Assistentin.
Homeoffice? Nur gemeinsam.

Videos dieses Tages

Silva fordert Willi im Garten wieder zum Spielen heraus. Noch müssen wir sie bremsen, aber genau diese Lebensfreude wollten wir so gerne wiedersehen.
Sobald die Terrassentür aufgeht, gibt Silva Gas. Noch bleiben unsere Gassirunden auf den Garten beschränkt, damit ihre Wunden in Ruhe heilen können. An Energie fehlt es ihr jedenfalls nicht.

Hat dich dieser Tag berührt?

Dann erzähl anderen von Silvas Weg. Vielleicht erreicht ihre Geschichte genau den Menschen, der ebenfalls helfen möchte.

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